Unsere Hunde

Der Wunsch nach einem treuen, vierbeinigen Begleiter ist nicht nur sehr verständlich, sondern auch etwas Wunderbares. Aber in einer guten Partnerschaft müssen beide Seiten zufrieden und glücklich sein. Auch Ihr Hund hat wichtige Bedürfnisse. Daher sollten Sie sich vor der Anschaffung kritisch und ehrlich mit den folgenden Fragen beschäftigen. So finden Sie heraus, ob die Voraussetzungen wirklich stimmen.

Fragen, die Sie sich vor der Adoption eines Hundes stellen sollten:

Ein Hund kann und sollte nie einen Lebenspartner ersetzen. Er ist kein Kuscheltier und kein Statussymbol. Er sollte nicht der einzige Grund sein, warum Sie vor die Tür gehen. Denn ein Hund ist ein wahrer Begleiter. Er möchte an Ihrem Leben teilhaben, er möchte Sie auf Ihren Wegen begleiten, er möchte mit Ihnen entspannen, wenn Sie sich zurückziehen um Kraft zu tanken und er braucht Ihre Führung in für ihn stressigen Momenten. Er möchte mit Ihnen auf Augenhöhe kommunizieren und nicht nur Tricks ausführen.

Beziehungen zwischen Mensch und Hund scheitern oft an zu viel Liebe, Mitleid  und Besorgnis und daraus resultierend an zu wenig Grenzen und Konsequenz. Ein Hund ist nicht eifersüchtig, weil er keine anderen Hunde in Ihrer Gegenwart duldet, und er ist auch nicht automatisch aggressiv, weil er alles anbellt, was sich bewegt. Er ist auch nicht süß, wenn er es kaum erwarten kann rauszugehen und sie permanent anspringt. Seien Sie sich bewusst, dass Ihr Hund sich immer so benehmen wird, wie Sie es ihm erlauben. Er ist der Spiegel Ihres Verhaltens.

Die Missverständnisse in der Deutung des Hundeverhaltens und die fehlende Reaktion des Menschen sind leider die Ursachen für viele menschgemachte Probleme. Neben unüberlegter Anschaffung sind, wie wir feststellen mussten, Überforderung und fehlende Selbstreflexion die häufigsten Gründe für die Abgabe. Seien Sie sich also bewusst, dass einen Hund zu halten eine Verpflichtung ist, die mit Liebe allein nicht erfüllt wird.

Wenn Sie bereit sind, Regeln für Ihren Hund zu etablieren, auftretende Probleme zu reflektieren und an sich zu arbeiten, um Ihrem Hund die nötige Führung zu geben – wenn Sie Ihren Hund als Gefährten, aber nicht als ein Objekt sehen, das für unerfüllte Bedürfnisse herhalten muss, dann schaffen Sie den Respekt, den jedes Tier verdient hat und dann können Sie ernsthaft über einen Hund in Ihrem Leben nachdenken.

Wenn Sie sich inhaltlich in diesen Zeilen wiederfinden, laden wir Sie herzlich zum Weiterlesen ein und freuen uns auf Ihre Selbstauskunft.

11,8 Millionen Hunde leben in deutschen Haushalten (Stand 2019). Davon landen jährlich ca. 80.000 in unseren Tierheimen. Wir können also mit Sicherheit sagen, dass jedes Alter und so gut wie jede Rasse auch in Heimen zu finden ist. Das liegt nicht am Hund sondern daran, dass es heutzutage einfach viel zu leicht ist, sich einen Hund anzuschaffen. Die romantische Vorstellung von einem treuen Begleiter wie Lassie ist durch ein paar Klicks online schnell erfüllt, doch leider sind sich die Wenigsten ihrer Verantwortung bewusst. Hunde werden nach Aussehen anhand von Bildern und angenommenen Charaktereigenschaften ausgewählt. Die finanzielle Belastung und die täglichen Bedürfnisse des Hundes werden häufig unterschätzt. Hunde werden teils wie altes Spielzeug ausrangiert, wenn sie Kosten verursachen, nicht „lieb“ sind oder einfach nur nerven, da sie täglich mehrmals rausmüssen.

Ein Hund aus dem Tierschutz ist also auch ein ganz normaler Hund, der keine gravierenden Probleme haben muss, sondern einfach nur fallen gelassen wurde von den Menschen, die ihre Verantwortung für ein Lebewesen nicht ernst genommen haben. Hunde stecken zum Glück aber nicht in der Vergangenheit fest. Sie leben in der Gegenwart und können ihr Verhalten jederzeit ändern. Also gehen Sie ohne Vorurteile an einen Hund aus zweiter Hand heran.

In unserem Tierschutzverein haben Sie die Möglichkeit, sich umfassend beraten zu lassen. Wir geben unsere Tiere nicht einfach gegen Geld ab, sondern schauen uns das mögliche Mensch-Hund-Team genau an. Die Charaktere von Mensch und Tier werden dabei berücksichtigt.

Da wir einen kleinen Hundebestand haben und uns so intensiv mit jedem einzelnen Hund beschäftigen können, kennen wir unsere Hunde sehr gut. Bereits vor Ort arbeiten wir an bestehenden Problemen, damit sie schnell in ein neues Leben finden können. Bei  mehreren gemeinsamen Spaziergängen  mit Ihnen und dem Hund stellen wir fest, ob es passt zwischen Ihnen und Ihrem potenziellen Gefährten. Unsere Vermittlungen sollen ein Leben lang anhalten und eine durchdachte Entscheidung für dieses Haustier unterstützen. Statt eines einfachen Kaufvertrages wird Ihnen ein echtes Kennenlernen ermöglicht.

Wohnrecht

Haben Sie sich für die Haltung eines Hundes entschieden, sollten Sie dies mit allen Menschen in Ihrem Haushalt abklären. Ob Familie, Partner, WG-Bewohner oder Kommune – alle Mitbewohner werden mit dem Tier leben. Deshalb ist es wichtig, diese Entscheidung gemeinsam zu treffen.

Die Haltung eines Hundes ist gesetzlich nicht untersagt. Wenn Sie kein Eigenheim besitzen, sollten Sie dennoch Ihren Mietvertrag genau lesen und mit Ihrer Hausverwaltung Kontakt aufnehmen, um die rechtliche Lage abzuklären.

Wir vermitteln unsere Tiere nicht in Zwingerhaltung oder reine Außenhaltung.

Zeit

Ein Hund benötigt im Gegensatz zu anderen Haustieren 3-4x täglich die Möglichkeit sich vor der Tür zu erleichtern. Neben kleinen Runden sollten je nach Gesundheitszustand und Alter des Hundes auch Spaziergänge zur Tagesordnung gehören. Sommer wie Winter sollten Sie also dazu bereit sein und sich auch nicht vom schlechten Wetter abhalten lassen. Eine genaue Angabe darüber, wie viele Stunden jeder Hund am Tag mit seinem Menschen draußen sein sollte, kann nur individuell entschieden werden.

Ein Hund fühlt sich am wohlsten, wenn er Ihr Leben begleiten kann und wird sich in Ihren Tagesrhythmus einfinden, sofern Sie seine Grundbedürfnisse nach Ruhe, Futter und Erleichterung respektieren. Wichtig ist, dass Sie für sich die Mitte finden: Sind Sie viel unterwegs und Ihr Hund ist dabei, brauchen Sie nicht noch extra Runden drehen. Auch stundenlanges Fahrradfahren hat kein Hund nötig. Im Gegenteil, ein Tag auf der Couch ist nach einer großen Wanderung sogar wichtig, um Erlebtes zu verarbeiten und zu entspannen. Allerdings machen reine Pinkelrunden um den Block keinen Hund auf Dauer „glücklich“.

Urlaub

Nicht jedes Urlaubsziel ist hundefreundlich: Sehr heiße Temperaturen, strapaziöse Flugreisen oder übervolle Urlaubsorte sollte man seinem Tier nicht unbedingt zumuten. Entweder planen Sie Ihren Urlaub so, dass Ihr Vierbeiner auch bequem im Auto, Wohnwagen oder Zug mitreisen kann, oder kümmern Sie sich frühzeitig um eine Urlaubsvertretung. Vertraute Menschen sind für den Hund dann natürlich die nächste Wahl. Sollten Sie sich für eine Hundepension entscheiden, schauen Sie sich die Bedingungen vorher gut an und entscheiden Sie sich erst dann für diese Betreuungsform.

Erziehung

Erziehung findet 24 Stunden am Tag statt. Haben Sie Regeln in Ihrem Zuhause und für den Spaziergang festgelegt und setzen Sie diese auch immer durch, wird ihr Hund schnell begreifen, was Sie von ihm wollen. Unerwünschtes Verhalten können Sie so schon nach nur kurzer Zeit stoppen. Ob Welpen oder alter Hund – jedes Tier lässt sich erziehen. Wenn sich Mensch und Hund aufeinander einlassen und gegenseitig respektieren, kann ein wunderbares Band entstehen.

Körperpflege und Gesundheitscheck

Ein gesunder Hund hat weder stumpfes noch glanzloses Fell. Daran erkennt man oft schon Mängel oder gesundheitliche Probleme. Langhaarige Hunde benötigen extra Fellpflege und sollten auch während des Fellwechsels häufiger gebürstet werden. Manche Rassen müssen auch geschoren werden.

Des Weiteren ist die Länge der Krallen, der Zustand der Zähne und Ohren regelmäßig zu prüfen. Wurmkuren und die jährlichen Impfungen müssen erfolgen. Ein Blutbild Ihres Hundes ist darüber hinaus eine sinnvolle Investition, wenn Sie eine Veränderung seines Gesundheitszustandes festgestellt haben.

Den Kot Ihres Hundes sollten Sie außerdem gewissenhaft im Auge behalten. Bei Rassehunden können zusätzlich typische Erbkrankheiten oder rassebedingte Gesundheitsprobleme auftreten, die man kennen sollte, um ihnen entgegen zu wirken. Ihr Hund muss sich aber nicht unbedingt anders verhalten, wenn er krank ist. Lassen Sie sich bei Fragen oder Sorgen von Ihrem Tierarzt beraten und holen Sie bei Bedarf eine Zweitmeinung ein.

Futter

Der Hund ist zwar ein Allesfresser, dennoch sollte der Fleischanteil nicht zu kurz auf dem Speiseplan des Tieres kommen. Ein hochwertiges Futter zeichnet sich immer durch einen hohen Fleischanteil aus und ist frei von Getreide und Zucker. Entscheiden Sie sich für BARF, sollten Sie sich beraten lassen, um einen ausgewogenen Essensplan zusammenzustellen.

Finanzielles

Kosten, die Sie für Ihren Hund aufbringen müssen:

  • 150 bis 300 € Schutzgebühr (einmalig)
  • 100 € Hundesteuer in Halle (jährlich)
  • 40 bis 70 € Haftpflichtversicherung (jährlich)
  • 120 € Tierarztkosten wie Wurmkur, Impfung etc. (jährlich)
  • 20 bis 140 € Futterkosten je nach Größe des Hundes (monatlich)

Bedenken Sie hierbei, dass Ihr Tier schwer erkranken oder sich verletzen kann. OP- und Behandlungskosten können sich schnell summieren und mehrere Tausend Euro betragen. Deswegen sollten Sie als verantwortungsvoller Besitzer immer etwas Geld beiseitelegen, damit Ihr Tier nicht wieder unverschuldet zurück ins Tierheim muss.

Vermittlungsbedingungen

Ablauf der Vermittlung

Wenn Sie sich für einen unserer Hunde interessieren, füllen Sie bitte eine Selbstauskunft aus. Darauhin meldet sich in Kürze ein ehrenamtlicher Mitarbeiter bei Ihnen und vereinbart einen Termin zum Kennenlernen. Nach einigen gemeinsamen Spaziergängen und einem eventuellen Kennenlernen eines bereits vorhandenen Hundes, besuchen wir Sie bei Ihnen Zuhause um die Vorkontrolle durchzuführen und letzte Fragen zu klären. Nach erfolgreicher Vorkontrolle kann unser Schützling bei Ihnen einziehen.

Alle Vermittlungshunde sind gechipt und haben einen kompletten Impfschutz gegen Tollwut, Staupe, Parvovirose, Leptospirose, ansteckende Leberentzündung und Zwingerhusten.

Hinweis:
Unsere Mitarbeiter sind alle ausschließlich ehrenamtlich tätig. Bitte haben Sie Verständnis, dass die Beantwortung Ihrer Anfrage einige Tage dauern kann. Wir bemühen uns alle um eine schnelle Bearbeitung.
Die Besichtigung der Hunde ist NUR nach telefonischer Vereinbarung möglich!

Vermittlungsgebühren

Die Vermittlungsgebühr beträgt etwa 150 bis 300 Euro (je nach Alter und Rasse).

Dokumente

Wir suchen ein Zuhause:

männlich

weiblich

kleiner Hund

mittlerer Hund

großer Hund

Joe

Doggen-Mix

Chiko

Rottweiler-Collie-Mix

Blue

Mischling

Merlin

Altdeutscher Schäferhund

Bine

Dackel-Chihuahua-Mix

Nala

Rottweiler

Selbstauskunft

Bitte füllen Sie die Selbstauskunft gewissenhaft und vollständig aus. Nicht komplett ausgefüllte Bögen werden nicht bearbeitet.