Scout

Scout – selbstbewusster Spielekater

Scout kam im September 2020 zu uns. Der junge Kater ist blind. Wir vermuten, dass er entweder nie Augen hatte oder es durch einen sehr starken Katzenschnupfen-Komplex zum „Auslaufen“ der Augen kam. Dies führt ebenfalls zum Verlust des Auges, wenn der Katzenschnupfen eben unbehandelt bleibt. Als er als Abgabetier zu uns kam, folgte eine lange Krankheitsphase. Unser Scouti kämpfte mit Fieber und einer fiesen Infektion. Dank aufopfernder Pflege und jeder Menge Liebe schritt seine Genesung gut voran und er durfte bald ins große Katzenzimmer ziehen.

Doch wie kommt er da als kleiner Blindgänger zurecht? Nun ja, Scouti entwickelt seine eigenen Tricks. Kratzbaum hoch, kein Problem. Kratzbaum runter? Da wird dann vorsichtig mit den Vorderpfoten zuerst die Fläche abgetastet. Das mutige Katertier weiß sich zu helfen. Er hat eine ordentliche Portion Selbstbewusstsein, was er auch gerne zum Ausdruck bringt. Er ist sehr verspielt und aufgrund seiner fehlenden Augen auch manchmal ein wenig „distanzlos“. Bei uns Dosis ist das eher weniger das Problem. Da wird eben schnell mal auf die Schulter gesprungen oder frech an die Nase gestupst. Gegenüber seinen Artgenossen gibt’s da natürlich manchmal Krawall. Nicht jedes Katzentier möchte eben gleich auf Konfrontation gehen.

Scout lebt zurzeit mit unseren Peanut zusammen im Zimmer. Er war schon mal mit Eri vermittelt, aber leider moppte er die zierliche Katzendame doch zu sehr. Scouti-Boy ist eben ein Draufgänger. Bei Peanut hält er sich auf jeden Fall zurück. Wir vermuten, dass er mit einem gleichgeschlechtlichen Artgenossen doch besser harmoniert.  Für sein neues Zuhause wünschen wir uns entweder einen Auszug mit Katzenkumpel Peanut oder als Zweitkatze zu einem jungen Katertier, was seinem Charakter ähnelt. Im Einzelfall wäre auch eine Vermittlung in Einzelhaltung möglich, was dann aber individuell entschieden werden muss. Da er wie gesagt sehr „distanzlos“ ist, wäre nur eine Vermittlung in einen Haushalt mit älteren Kindern ratsam, die mit seiner Art und manchmal doch etwas angriffslustigen Spielattacken klar kommen. Des Weiteren sollte darauf geachtet werden, dass dem jungen Kater nicht „all zu viel“ im Weg steht in seinem neuen Zuhause. Hat er sich einmal eingelebt, kommt er sehr gut zurecht und „weiß, wo etwas steht“. Dennoch ist es auch hier von Vorteil, dass man ihm viel Bodenfreiheit gibt, so dass er sich nach Herzenslust austoben kann.

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männl. kastriert

04/2020

EKH

blind, keine Augen