Peanut

Unser „P-Wurf“ kam im Sommer 2019 zu uns. Die vier kleinen Katzenkinder kamen ohne Katzenmutter und waren gerade mal ein paar Wochen alt. Alle vier hatten einen schlimmen Katzenschnupfen, den wir nur mit ausdauernder Behandlung und viel Zeit und Mühe in den Griff bekommen haben. Zeitweise war ihr Zustand so kritisch, dass wir in Angst und Sorge waren. Aber die vier Kitten zeigten uns, dass sie große Kämpfer waren.

In ihrer weiteren Entwicklung fiel uns dann auf, dass Piper einen Kopf-Schiefstand hatte. Auch Pepelino wackelte mehr als gewöhnlich mit seinem Köpfchen und Peanut zitterte in unregelmäßigen Abständen. Nach ausführlicher Untersuchung durch unseren Tierarzt stellte dieser die Diagnose Ataxie. Was ist Ataxie?

Bei einer Ataxie sind die Bewegungsabläufe der Katze gestört. Eine Ataxie kann ihre Ursachen unter anderem im zentralen oder peripheren Nervensystem haben, auf genetischen Defekten beruhen oder infektiöse Ursachen haben. Die Schädigung des zentralen Nervensystems entsteht oft schon bei der Geburt eines Katzenbabys. Es ist keine Krankheit, sondern eine Behinderung. Leidet eine Katze unter Ataxie, funktioniert das Zusammenspiel der Muskeln in ihrem Körper nicht mehr richtig, was sich durch unkoordinierte Bewegungsabläufe bemerkbar macht.

Aufgrund ihres unsicheren Gangs und der Neigung zum Umkippen werden die Vierbeiner auch von uns liebevoll als Wackelkatzen bezeichnet. Die Katzen können unter Beachtung bestimmter Haltungsmaßnahmen ein weitgehend normales Katzenleben führen. Wir geben bei uns im Verein eine ausführliche Beratung, was bei der Haltung zu beachten ist. Piper und Pepelino haben das große Los schon gezogen und ihr Für-Immer-Zuhause gefunden. Bei ihnen ist die Ataxie nicht so stark ausgeprägt wie bei Peanut oder Pixel. Peanut zeigt nur leichte Beeinträchtigungen im Gangbild und ist manchmal ein wenig instabil.

.Am liebsten spielt er „Türvorleger“. Da wir unseren Peanut schon eine ganze Weile kennen, wissen wir natürlich, dass wir ihn dann beim Tür öffnen vorsichtig „beiseite schieben“. Dann schnurrt er schon kopfwackelnd vor sich hin und sucht sofort unsere Nähe. Denn Streicheleinheiten und Köpfchen kraulen findet unser zuckersüßer Wackel-Kater ganz toll.

Da Peanut’s Ataxie nicht zu stark ausgeprägt ist, wäre auch ein Auszug als Zweitkatze zu einer „normalen“ Katze möglich. Wichtig wäre ein Partnertier, was nicht allzu offensiv ist und ihm genügend Raum lässt. Eine zurückhaltende Katzendame oder ein defensiver Katzenkumpel wären als passendes Tier möglich.

Kontakt:

Tierschutz Halle e.V.
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männl., kastriert

08/2019