Lupo & Floki

Fivis 2.0 im Verein. Mit unserem Herzkater Lupo und unserem „Dreibein“ Floki haben wir ein neues Fivi-Traumduo.

Viele haben die Geschichte von unserem Beckenbruch-Kater Lupo mitverfolgt. Er kam mit gebrochenen Becken Ende Juli 2020 zu uns. Dank vieler Spenden konnten wir unser Lüpchen sofort operieren und dem 5 jährigen Kater seine Lebensqualtät zurückgeben. Nach einer zweiten Operation ist er nun vollkommen genesen und kann wieder wunderbar laufen. Bei unseren routinemäßigen Tests haben wir bei Lupo festgestellt, dass der FIV-positiv ist.

FIV – Felines Immundefizienz Virus, bekannt auch als “Katzenaids“ klingt im ersten Moment sicherlich abschreckend. Aber FIV ist kein Todesurteil. Irrtümlicherweise glauben viele Menschen, dass infizierte Tiere ihr Leben lang schwer krank sind oder sogar eingeschläfert werden müssen. Das ist nicht der Fall. Bei guter Haltung und Beachtung einiger Extrawürste leben die Miezen oft ein langes und glückliches Leben, ohne Krankheitsausbruch oder größere Symptomatiken.

Grundsätzlich verursacht die Erkrankung eine Immunschwäche, die Begleiterscheinungen wie vermehrten Milben-Befall, raue Pfötchen, Wunden oder auch entzündliches Geschehen mit sich bringen kann. Heilungsprozesse dauern bei unseren „Fivis“ deutlich länger und sie sind im Allgemeinen anfälliger für Infektionen. Allerdings sind diese Symptome gut behandelbar, auch wenn FIV selbst nicht heilbar ist und es keine Impfung gegen das Virus gibt.
Wenn man die Fellnasen mit naturbasierten Immunstärkern und hochwertigem Futter mit hohem Fleischanteil unterstützt, kann man den Ausbruch der Krankheit weitestgehend hinauszögern oder sogar ganz verhindern. Das Futter sollte dafür vollständig deklariert sein und getreide- sowie zuckerfrei sein. Außerdem empfiehlt es sich, eine ruhige Umgebung und viele Rückzugsorte im Katzenreich zu schaffen, da die Symptome des Virus auch das „Nervenkostüm“ des Stubentigers belasten können.

FIV ist nicht auf den Menschen übertragbar, jedoch auf andere Katzen. Dafür muss allerdings der Speichel einer infizierten Katze in den Organismus der anderen Katze eindringen, zum Beispiel bei Bissverletzungen. In seltenen Fällen kommt es auch beim Geschlechtsakt zu einer Übertragung. Das Virus überträgt sich NICHT über gemeinsame Wasser- oder Futternäpfe, Katzentoiletten oder gegenseitiges Putzen. Um maximale Sicherheit zu gewähren, ist es grundsätzlich aber ratsam, die „Fivis“ unter sich und sie nicht mehr in den Freigang zu lassen. Ebenso sollte ein FIV-Test sollte immer wiederholt werden und auf sichere Diagnostik wie den Western-Blot-Test zurückgegriffen werden.

Aber jetzt zurück zum Duo…Kater Nummer 2 im Bunde ist unser „Dreibein“ Floki. Der ebenfalls 5jährige Kater wurde mit zertrümmerter Kniescheibe an einer Futterstelle in Magdeburg gefunden. Die dort tätige Tierschützerin zögerte keine Minute und brachte ihn sofort zum Tierarzt. Die Kniescheibe war jedoch so geschädigt, dass nur noch eine Amputation des linken Hinterlaufs möglich war. Aus diesem Grund erhielt der schöne Kater erstmal liebevoll seinen Erstnamen „Dreibein“. Nachdem er auf einer Pflegestelle liebevoll gepäppelt wurde, kam er zu uns in den Verein und bei unseren Tests stellten wir auch bei ihm fest, dass er FIV-positiv ist. Somit war uns klar, dass wir die zwei Herzkater miteinander vergesellschaften können.

Nun sind beide Kater vereint und verstehen sich sehr gut miteinander. Aus diesem Grund sollen die beiden auch gemeinsam in ihr neues Zuhause einziehen.

Kontakt:

Tierschutz Halle e.V.
0345 20 24 101
agl@tierschutz-halle.de

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Sonstiges:

01/2015

männl. kastriert

EKH

FIV-positiv