Grandma Polly

Grandma Polly – dringend Schlafplätzchen gesucht

Fast 19 Jahre hat unsere alte Katzenlady auf ihren Schultern. Ein Alter, was so manch Fellnase gar nicht erreicht. Aber wie kommt so eine Katzendame zu uns? Nun, Miss Grandma Polly ist tatsächlich eine wilde Straßenkatze. Ihr Leben lang hat sie „draußen“ verbracht. Sie wurde als Streunerin natürlich dennoch versorgt, zumindest kastriert und gefüttert. Nur mit dem Alter kamen eben auch die kleinen Katzen-Gebrechen. Ein evtl. zu hoher Blutdruck, beginnende Blindheit und auch das gute Gehör ließ nach. Keine guten Voraussetzungen für ein weiteres Leben im Freien. Sie lief mehrmals auf die Straße und merkte einfach nicht, dass ein Auto kam. Da wo sie gefüttert wurde, konnte sie jedoch leider nicht bleiben. Und so zog die Katzen-Omi im Januar 2022 bei uns ein.

Wie man es eben oft von Straßenkatzen kennt, mag Grandma Polly keine Dosenöffner. Wir sind ihr suspekt und wenn sie nicht weiß, wer sich da nähert, dann gibt es schon das erste aufgeregte Fauchen. Durch ihre „wilde Art“ war natürlich auch die Untersuchung beim Tierarzt kaum möglich. Wir wollten eigentlich Blutdruck messen, aber die old Lady zeigte keine Kooperation. Sie verteidigte sich wie ein junges Ding. Also legten wir sie kurz schlafen, um zumindest auf FIV/FelV zu testen, ein Blutbild zu machen und zu röntgen. Und das Ergebnis? Die Lady hat für ihr Alter ziemlich gute Werte – man munkelt, dass es vielleicht an ihren zwei Kapseln Kaffeesahne pro Tag liegt. Natürlich nicht ;-). Aber das sind eben diese Gewohnheiten, die wir der alten Lady nicht nehmen wollen. Und so frisst sie brav ihr Futter und schlabbert ihre Kaffeesahne.

Das Röntgenbild wiederum zeigte eine Verschattung am Herzen, die wir aber bis dato noch nicht weiter untersucht haben. Es ist aufgrund ihrer „Wildheit“ eigentlich unmöglich, einen Herzultraschall durchzuführen, zumal wir nicht wissen, ob sie eine längere Narkose überstehen würde.

Was also wünschen wir uns für Grandma Polly? Wir suchen die Nadel im Heuhaufen. Wir suchen eine Pflegestelle, die vielleicht ein extra Zimmerchen frei oder einen begrenzten Raum zur Verfügung hat. Polly sollte aufgrund der Eingeschränktheit bezüglich ihres Seh- und Hörvermögens nicht allzu viel Freiraum bekommen. Das könnte sie nur zusätzlich verwirren. Sie braucht eigentlich nur ihr Körbchen, ihr Kuschelkissen und Toilette und Fressplatz in der Nähe. Als Pflegestelle laufen alle tierärztlichen Kosten über den Tierschutzverein. Es fallen lediglich Kosten für Futter und Kaffeesahne an. ;-). Des Weiteren wäre es von Vorteil, wenn die Pflegestelle mobil wäre.

Was erwartet die Pflegstelle? Nun, Miss Grandma Polly mag uns Schaufelschwinger bis dato nicht. Leider fehlt bei unserer ehrenamtlichen Tätigkeit im Verein oft die Zeit, um uns intensiver mit solchen Schützlingen zu beschäftigen. Es kann also gut möglich sein, dass mit viel Liebe und Geduld, es doch irgendwann möglich ist, Polly das Köpfchen zu streicheln. Wir haben dahingehend auch mit anderen Pflegestellen und „wilden Katzen“ gute Erfahrungen gemacht.

Wir hoffen eine Pflegestelle zu finden, bei der unsere Polly ihren Lebensabend verbringen kann und noch viele Tage genüsslich in ihrem Körbchen schlafen kann.

Kontakt:

Tierschutz Halle e.V.
0345 20 24 101
agl@tierschutz-halle.de

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weibl., kastriert

05/2003-