Karl und Marlo

Karl und Marlo wurden aus einer Animal-hording-Wohnung gerettet, in der sie mit 46 anderen Katzen auf 60 m² leben mussten.

Karl (schwarz-weiß) war gesundheitlich extrem angeschlagen und kämpfte seit seiner Ankunft bei uns mit einer chronischen Darmerkrankung, die bis heute anhält. Wir machten viele Untersuchungen, wobei ein Ultraschall uns dann die Diagnose lieferte. Karli leidet unter einem idiopathischen Megakolon. Man geht von einer Fehlfunktion der Darmwandmuskulatur aus. Der Darm ist überdehnt und kann somit keinen festen Kot mehr produzieren. Karli hat sich mit dieser Diagnose gut arrangiert, da er dennoch in der Lage ist, Kot abzusetzen, auch wenn die Konsistenz eben flüssig ist. Manchmal schafft er es nicht rechtzeitig bis auf das Katzenklo. Dennoch ist seine grundsätzliche Gesundheit stabil. Er hat ein Pflegestelle gefunden, bei der dauerhaft bleiben kann und liebevoll umsorgt wird.

Marlo (weiß-rot) war ebenso wie Karli gesundheitlich in einem sehr schlechten Zustand. Auch er hatte große Probleme mit seinem Magen-Darm-Trakt und musste monatelang Medikamente bekommen. Außerdem zeigte er andere für ihn schmerhafte Symptome, deren Ursache wir nicht gleich herausfanden. Nach der Stabilisierung des Magen-Darm-Traktes schlug der Gesundheitszustand von Marlo plötzlich um und er litt unter Verstopfung. Nach fehlgeschlagenen Therapieversuchen ließen wir ihn in der Tierklinik ausführlich untersuchen und es folgte die Diagnose, dass er unter einem unwiderbringlichen Funktionsverlust des Magen-Darm-Traktes litt. Mit der Gabe von Spezialfutter ist es möglich, diesen Funktionsverlust auszugleichen. Marlo kann dank des Futters auf normale Weise Kot absetzen. Er hatte das Glück, in die gleiche Pflegestelle zu ziehen wie Karli. Nach kurzer Zeit zeigte sich dort, das Marlo zusätzlich unter Epilepsie leidet. Er erlitt in der Nacht einen Anfall und saß danach knurrend und fauchend unter dem Bett. Er bekommt nun ein Epilepsie-Medikament, wodurch er schon wesentlich entspannter geworden ist. Seine Pflegeeltern kümmern sich -wie auch um Karli- aufopfernd um ihn, damit er dennoch ein entspanntes Katzenleben führen kann. Auch er wird dauerhaft in der Pflegestelle bleiben und dort seinen Unfug treiben.

Karl und Marlo

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