Betty
Unsere 8-jährige Mischlingshündin durfte noch nicht viel Gutes erleben. Beschlagnahmt aus einem Animal-Hoarding-Fall kam sie im April dieses Jahres in ein befreundetes Tierheim. Mit 18 kg ohnehin viel zu dünn, nahm Betty trotz guten Futters und reichlicher Nahrungsaufnahme drastisch bis auf knapp 15 kg ab. Die Blutuntersuchung zeigte deutlich erhöhte Werte des Stresshormons Cortisol. Der Abbau dieses Hormons dauert deutlich länger als beispielsweise der von Adrenalin, summiert sich also bei dauerhafter Ausschüttung und verbleibt so Wochen bis Monate in stark überhöhter Konzentration im Körper. Infolgedessen können unter anderem Organe dauerhaft geschädigt werden. Bei Betty ist inzwischen die Bauchspeicheldrüse nur noch eingeschränkt funktionsfähig, Nahrung kann so nicht richtig aufgeschlossen und verdaut werden. Zudem liegt wegen des dauerhaften Durchfalls der Verdacht einer chronischen Darmentzündung nahe.
Nachdem Betty fast lebensgefährlich dünn wurde und alle Maßnahmen keine Verbesserung brachten, entschloss man sich zu einer Verlegung zu uns in den Verein in der Hoffnung, dass unsere ruhige Umgebung und die zeitintensive Betreuung erst einmal ihr Stresslevel senkt und sich Bettys Allgemeinzustand stabilisiert. Medikamente sollen helfen, Nahrung besser zu verdauen.
Bettys Vorsicht und Skepsis gegenüber Menschen führt ebenfalls zu körperlichem Stress. Geeignete Nahrungsergänzungsmittel sollen zu mehr Ausgeglichenheit verhelfen, der Umgang mit ihr ist immer ruhig und entspannt, und sie kann endlich viele Stunden am Tag schlafen.
Wenn Betty sich etwas eingelebt hat, uns vertraut und den Maulkorb akzeptiert, muss unbedingt weitere Diagnostik wie Bildgebung und nochmalige Laboruntersuchungen erfolgen um zu schauen, welche Schäden sich noch in dem zarten Körper verbergen könnten. Spezialfutter mit guter Verdaulichkeit soll inzwischen helfen, Gewicht wieder aufzubauen.
Wir sind erst am Anfang der medizinischen Geschichte von Betty und kämpfen tatsächlich im Moment um ihr Überleben. An eine Vermittlung ist aktuell nicht zu denken. Wir werden erst einmal alles daran setzen, dass Betty gesund wird.
Und nun kommt ihr ins Spiel. Die Hilfe für Betty kostet jetzt schon ein kleines Vermögen, durch die weitere medizinische Versorgung und geeignetes Futter werden auf uns Kosten im deutlich vierstelligen Bereich zukommen. Wie ihr wisst, setzen wir immer alles daran, unseren Tieren zu helfen. Aber auch wir stoßen immer wieder an finanzielle Grenzen und müssen bei jedem einzelnen Notfellchen überlegen, was möglich gemacht werden kann. Mit einer Patenschaft für Betty leistet ihr einen wichtigen Beitrag und helft, dass diese zauberhafte Hündin gesund werden und hoffentlich später ein gutes Zuhause finden kann.
Kontakt:
Tierschutz Halle e.V.
0345 20 24 101
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