Einbau von Brandschutztüren

Der Tierschutzverein Halle e. V. konnte im Jahr 2025 ein wichtiges Bauprojekt zur Verbesserung des Brandschutzes im Tierheim mit Unterstützung des Landes Sachsen-Anhalt umsetzen. Die Maßnahme wurde im Rahmen der Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung des Tierschutzes (Förderrichtlinie Tierschutz) gefördert. Ziel dieser Förderung ist die Unterstützung baulicher Maßnahmen in Tierheimen und tierheimähnlichen Einrichtungen, die unmittelbar zur Verbesserung der Haltungsbedingungen und der Sicherheit der Tiere beitragen.

Im Rahmen des Projekts wurden insgesamt sechs Brandschutztüren in verschiedenen Bereichen unseres Vereinsgebäudes eingebaut beziehungsweise bestehende Türen durch moderne Brandschutz- und Rauchschutztüren ersetzt. Betroffen waren insbesondere das Katzenhaus, die Kleintierbereiche, der Zugang zum Schweinegehege sowie der neu ausgebaute Chinchilla-Turm.

Unser Haus befindet sich in einem teilweise älteren Gebäudebestand, der den heutigen Anforderungen an den vorbeugenden Brandschutz nur eingeschränkt gerecht wird. Gerade in Bereichen, in denen Tiere dauerhaft untergebracht sind, stellen Feuer und insbesondere Rauchentwicklung eine erhebliche Gefahr dar. Anders als Menschen können viele unserer Schützlinge im Ernstfall nicht eigenständig fliehen. Deshalb kommt baulichen Maßnahmen, die die Ausbreitung von Feuer und Rauch verhindern oder verzögern, eine besondere Bedeutung zu.

Die neu eingebauten Brandschutztüren verfügen über einen Feuerwiderstand von mindestens 30 Minuten (T30) sowie zusätzlichen Rauchschutz. Sie bilden im Brandfall wirksame Barrieren zwischen einzelnen Gebäudebereichen und verhindern, dass sich Feuer und Rauch ungehindert ausbreiten können. Dadurch wird wertvolle Zeit gewonnen, um Tiere in Sicherheit zu bringen oder Rettungsmaßnahmen einzuleiten.

Besonders wichtig war die Maßnahme im Katzenhaus, in dem sich mehrere große Tierzimmer befinden. Hier gibt es nur eingeschränkte Flucht- und Rettungsmöglichkeiten, sodass ein wirksamer baulicher Brandschutz unverzichtbar ist. Auch in den Kleintierzimmern, in denen Kaninchen, Meerschweinchen, Degus und Rennmäuse untergebracht sind, erhöhen die neuen Brandschutztüren die Sicherheit erheblich. Im Chinchilla-Turm wurde erstmals eine brandschutztechnische Abtrennung geschaffen, die sowohl die Tiere als auch die Gebäudesubstanz besser schützt und einen gesicherten Rettungsweg ermöglicht. Darüber hinaus wurde die alte Außentür zum Schweinegehege durch eine moderne und energieeffiziente Stahltür ersetzt.

Ein Teil der Arbeiten, darunter die Demontage der alten Türen, Entsorgungsarbeiten sowie notwendige Mauerarbeiten, wurde durch Vereinsmitglieder in Eigenleistung erbracht. Die Lieferung und fachgerechte Montage der neuen Brandschutztüren erfolgte durch einen spezialisierten Fachbetrieb.

Mit diesem Projekt konnte die Sicherheit unserer Tiere nachhaltig verbessert und ein wichtiger Beitrag zur Erfüllung der geltenden Brandschutzanforderungen geleistet werden. Die Förderung durch das Land Sachsen-Anhalt hat es unserem Verein ermöglicht, eine Maßnahme umzusetzen, die aus eigenen Mitteln nur schwer finanzierbar gewesen wäre. Davon profitieren nicht nur die derzeit bei uns untergebrachten Tiere, sondern auch viele zukünftige Schützlinge, die bei uns ein sicheres vorübergehendes Zuhause finden.