Malik

Unser Malik fand im April 2026 endlich den Weg zu uns. Warum endlich? Der kleine Zauberkater lebte seit Monaten auf einem Rastplatz an der Autobahn. Er wurde schon im Dezember 2025 das erste Mal gesichtet. Dann erfolgte wieder im Februar 2026 eine Meldung und natürlich auch die Versuche, ihn zu sichern. Alle Versuche blieben ohne Erfolg. Er tauchte urplötzlich nicht mehr auf. Im April 2026 kamen dann gleich zwei voneinander unabhängige Meldungen mit Bildern. Sein Zustand war katastrophal. Er war ausgehungert, ihm fehlte am hinteren Rücken komplett das Fell, er war verfilzt. Malik war super scheu, was die Sache umso schwieriger machte. Dieses Mal waren wir hartnäckig. Unsere Fangspezialistin, die uns immer wieder beim Sichern von Straßenkatzen zwecks Kastrationen unterstützt, legte sich unermüdlich auf die Lauer. Sie verharrte mit aufgestellter Falle, manchmal über mehrere Stunden bis spät in die Nacht auf dem Rastplatz. Sie kam mit den LKW-Fahrern ins Gespräch und fand heraus, dass Malik immer mal wieder von ihnen gefüttert wurde. Das war unsere Chance, denn es gab einen festen Futterplatz. Dann endlich klappte es! Dem Geruch von frischer Schinkenwurst konnte Malik nicht widerstehen und er ging in die Falle. Er war anfangs natürlich nicht begeistert von seiner „Gefangenschaft“. Uns gegenüber war er sehr misstrauisch und streicheln bzw. anfassen war überhaupt nicht möglich.

Er erhielt natürlich wie alle unsere Katzen, alle notwendigen Untersuchungen, Impfungen und die Kastration und durfte dann ins Zimmer ziehen. Anfangs war er wie ein Schatten. Er traute sich nicht aus seinem Wandkasten oder versteckte sich irgendwo im Außengehege. Aber Malik mag sehr gerne Leckerlis und genau damit bauten wir so langsam Vertrauen und eine Bindung zu ihm auf. Mit viel Liebe und Geduld war es dann auch endlich soweit, dass die ersten Ehrenamtlichen ihn streicheln durften. Es ist ihm zwar manchmal immer noch etwa suspekt, aber so lange es Snacks gibt, findet er es in Ordnung.
Jedoch fiel uns nach einiger Zeit auf, dass Malik trotz guter Portionen nur bedingt an Gewicht zunahm. Also folgten weitere Blutuntersuchungen und ein Bauchultraschall. Im Schall wurde dann zumindest festgestellt, dass seine Darmwände aktuell etwas verdickt sind, was bedeutet, dass eine Entzündung vorliegt. Diese muss aber aktuell nicht mit Medikamenten behandelt werden, weil zum Beispiel auch eine Futtermittelallergie der Grund sein kann. Deshalb bekommt Malik bei uns im Zimmer auch ein Monoprotein zu fressen. Eine Kontrolle (Blut und Bauchschall) sollte zumindest im Sommer 2027 erfolgen.

Was das Wesen von Malik angeht, kann man nur sagen, dass der Langhaar-Kater sehr sozial ist. Er ist zurückhaltend, wenn andere Katzen sich „vordrängen“, er würde wahrscheinlich auch selten „die Pfote erheben“. Er ist zumindest im Kontakt mit den Katzen im Zimmer sehr unkompliziert. In Yakari hat er seinen Freund zum Raufen gefunden. Es ist immer wieder eine wahre Freude, wie die beiden Kater sich über den Boden kullern. Aus diesem Grund wünschen wir uns für Malik, dass er natürlich entweder mit einer Katze aus dem Katzenzimmer ausziehen kann oder eben als Zweitkatze zu einer vorhandenen Katze. Wichtig ist, dass es im neuen Zuhause einen gesicherten Balkon gibt.

Kontakt:

Tierschutz Halle e.V.
0345 20 24 101
agl@tierschutz-halle.de

Geschlecht:

Geboren:

Rasse:

Sonstiges:

männlich, kastriert

ca. 2023

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