Abby

Abbys Vorgeschichte

Die Pyrenäenberghund-Dame Abby kam mit ca. 1,5 Jahren zu uns. Sie hatte zuvor 3 verschiedene Besitzer von denen wir wissen, die am Ende alle mit ihr überfordert waren. Was uns gleich auffiel, war ihr schlechter Gang. Abby muss sich im Welpenalter ihren Oberschenkelknochen gebrochen haben, was leider niemand richten lassen hat. Weswegen sie heute mit einem etwas verkürzten, steifen Hinterbein durchs Leben geht. Sie kommt soweit gut damit zurecht, kann rennen und große Spaziergänge machen. Nach Begutachtung durch einen Facharzt wissen wir, dass eine operative Behandlung von Abbys Bein auch keine Option ist. Im vorangeschrittenen Alter sollte ihr eine Physiotherapie und eventuell Schmerzmittel zur Unterstützung zu kommen.

Ihr Herdenschutzhund Charakter

Im Leben dieser Hündin ist definitiv einiges schief gelaufen, weswegen wir jetzt hoffen, jemanden zu finden, der ihr trotz Handicap eine Chance gibt und sich aber vor allem mit dieser Rasse auskennt bzw. mit ihr umgehen kann. Rassetypisch ist sie ein absoluter Dickkopf, der selbstbewusst durchsetzt, was sie sich in den Kopf gesetzt hat und sofort das ganze Zuhause und die zugehörigen Menschen bewacht und für sich beansprucht. Daher ist es sehr wichtig, sich Respekt und Distanz zu schaffen. Auch Begegnungen mit anderen Hunden sind an der Leine schwierig. Abby fehlt es hier offenbar an der entsprechenden Sozialisierung. An einen Maulkorb ist sie gewöhnt und sie liebt das Autofahren. Mit ihrem dicken Fell hat ihr Kälte nichts an und sie ist vor allem in der kalten Jahreszeit gerne draußen.

Nierenprobleme nach Operation

Eine weitere gesundheitliche Baustelle hat die Hündin nach einer notwendigen Kastration ereilt. Ihre Nieren haben die Narkose nicht vertragen, weswegen sie nun auf ein Nierenfutter umgestellt werden musste. Wir haben nach der OP viele Tage um unser Mädchen gebangt, auch den Ärzten in der Tierklinik hat sie es nicht leicht gemacht. Aber sie hat überlebt und ist wieder zu Kräften gekommen. Und mit all diesem Pech hat sie jetzt einen Neustart verdient. Mehrere Monate nach der Futterumstellung zeigt sich nun der erste Lichtblick. Ihre Nierenwerte sind wieder im grünen Bereich.

Neues Kapitel in Trainingspension

Herdenschutzhunde sind in der Erziehung und im Training schwierig. Abby ist im Laufe des Jahres bei uns im Zwinger immer frustrierter geworden und wir konnten ihr in Rahmen unserer Möglichkeiten nicht weiterhelfen. Deswegen entschieden wir uns, ihr wirklich eine echte Chance zu geben. Sie durfte im Oktober 2021 auf eine Trainingspension ziehen. Hier werden jetzt tagtäglich die Baustellen wie Hundeaggression, Impulskontrolle und Frusttoleranz angegangen. Sie wird die nächsten Monate dort bleiben, um ein nachhaltiges Ergebnis erzielen zu können. Das besondere ist, dass Interessenten sie direkt vor Ort kennenlernen dürfen und mit ihr und den Hundetrainerinnen arbeiten können.

Wen wir suchen: Ihren 6er im Lotto

Für unsere Herdenschutzhündin suchen wir erfahrene Hundehalter und keine Anfänger. Ein ebenerdiges Zuhause bzw. maximal wenige Stufen sind durch ihr Bein Bedingung. Ihr Jagdtrieb ist so stark ausgeprägt, das Katzen und Kleintiere nicht im neuen Zuhause sein sollten. Mit 35 kg und ihrer Frustproblematik sollten auch keine Kinder vorhanden sein. Leider eignet sie sich nicht als Zweithund. Mit ihrem wunderbaren weichen weißen Fell und dem Schabernack im Kopf ist sie trotz der Herausforderungen echt bezaubernd und genießt Streicheleinheiten. Seien Sie ihr 6er im Lotto.

Kontakt:

Tierschutz Halle e.V.
0345 2024101
agl@tierschutz-halle.de

Selbstauskunft ausfüllen

Geschlecht:

Alter:

Rasse:

Sonstiges:

weiblich

23.01.2019 geb.

Pyrenäenberhund

kastriert, seit 10/2020 im Tierschutzverein

Unterstütztung für sie mit Stichwort „Abby“:  https://paypal.me/tierschutzhalle