Oskar

Der Hund ohne Vermittlungsaussichten

Oskar ist leider einer von vielen Hunden, die zwar vor dem Tod gerettet wurden, aber nach dem Misslingen der Adoption in einem deutschen Tierheim gelandet sind. Es gibt zum großen Ärger der überfüllten Heime viele Organisationen, die keinen nachhaltigen Auslandstierschutz betreiben. Hunde werden über die Grenze gebracht, die mit unserer Welt hier überfordert sind, oder kommen zu Menschen, die gar nicht auf einen echten Straßenhund vorbereitet sind. Wenn der Start im neuen zu Hause nicht gelingt, und die Organisation dafür keinen Plan B – wie z.B. eine Pflegestelle – hat, die dem Tier die nötige Sicherheit und Regeln vermittelt, verschwinden sie hinter den Gitterstäben eines anderen Heims. Verzweifelte Adoptanten kriegen keine Unterstützung und aus Helfenwollen, wird Scheitern.

Seit April 2021 ist unser Oskar nun schon bei uns im Bestand. Er hatte großes Glück, dass wir von Anfang an eine kompetente Pflegestelle für den unsicheren Rüden hatten. Dort zeigte sich schnell, dass er einige Baustellen mitbringt. Sein Start ins Leben in einer Tötungsstation in Rumänien hat ihn sehr geprägt. Auch die typischen Eigenschaften eines Straßenhundes, misstrauisch gegenüber fremden Menschen und territorial, machen es einem Hund in unserer Gesellschaft nicht leicht.

Er hatte auf sich allein gestellt gebissen beim Verteidigen des Grundstücks. Dass dies nicht sein Job ist, hatte ihm niemand bis zu diesem Moment beigebracht. Auch mit viel Training und Führung bleibt er ein Hund, der gesichert werden muss bei für ihn fremden Personen. Wer versteht, dass dies kein böses Verhalten ist, sondern die Natur eines Straßenhundes, dem Vertrauen in den Menschen nicht in die Wiege gelegt wurde, kann mit verantwortungsvoller Haltung einen tollen Begleiter bekommen. Der Maulkorb als Hilfsmittel sowie ein ruhiges Gemüt sind hier entscheidend.

Doch wo gibt es die Menschen, die gerne einen Hund aufnehmen, der Potenzial mitbringt und immer Führung braucht? Er gehört keiner beliebten Rasse an und würde von einem Rasseliebhaber nicht entdeckt werden. Er ist ein Mischling von vielen, der dazu in unserer Gesellschaft ohne Führung gefährlich sein kann. Von uns hergeholt und jetzt als nicht passend erachtet. Solange es nicht mehr Menschen gibt, die ihr Leben auf einen solchen Hund einstellen, wird er bei uns bleiben. Deswegen ist es wichtig für uns, liebe Menschen zu finden, die uns finanziell unterstützen. Wir geben die Hoffnung natürlich nicht auf, dass unser hübscher Oskar, der durchaus sehr verschmust ist und das Leben mit Zweithund sehr genießt, am Ende doch noch fündig wird.

Bis dahin brauchen wir für ihn regelmäßig hochwertiges Futter, denn aufgrund eines schlimmen Giardienbefalls in seiner Vergangenheit ist sein Darm nach einer Not-OP verkürzt worden und wir müssen auf seine Ernährung genau achten. Ein Blutbild muss auch in regelmäßigen Abständen gemacht werden, um zu schauen, dass er Folsäure und B12 noch richtig verarbeitet. Um die monatlichen Kosten zu decken, freuen wir uns über jede Unterstützung.

Kontakt:

Tierschutz Halle e.V.
0345 20 24 101
info@tierschutz-halle.de

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