Satzung des Tierschutzes Halle e.V.


Fassung vom 22.03.2014 

 

§1 Name und Sitz

  1. Der Verein trägt den Namen Tierschutz Halle e.V.
  2. Sitz und Gerichtsstand sind Halle (Saale). Der Verein übernimmt die Nachfolge des 1955 aufgelösten Tierschutzvereins Halle und Umgebung.

 

§ 2 Vereinszweck und Zielsetzung

  1. Der Tierschutz Halle e.V. versteht sich als ein Fürsprecher der Tiere, da diese dem Menschen hilflos ausgeliefert sind. Das Verhalten
    der Menschen dem Tier gegenüber soll sich an ethischen und moralischen und nicht an Gewinn bringenden ökonomischen Werten orientieren.
  2. Er fordert eine verantwortungsvolle und artgerechte Haustierhaltung. Er wendet sich gegen jede Form der Ausbeutung, des Missbrauches, der Ausrottung und der Quälerei von Tieren. Dazu gehören jede Art des Tierversuches mit und an lebenden Tieren, die Intensivhaltung der sogenannten „Nutztiere“, die Pelztierzucht, tierquälerische Tiertransporte und unzulässige Schlachtmethoden.
  3. Die Mitglieder des Tierschutz Halle e.V. setzen sich dafür ein, dass Tiere nicht als Wegwerfware betrachtet, sondern als fühlende Lebewesen behandelt werden.
  4. Durch ständige Öffentlichkeitsarbeit soll die Bevölkerung über die Probleme in der Tierwelt aufgeklärt und für den Tierschutz interessiert werden. Ferner sollen die sich ergebenden Gefahren für Mensch und Umwelt in den Bereichen der Ernährung, des Arzneimittel- und Kosmetikkonsums im Zusammenhang mit Intensivhaltung, Tierversuchen usw. aufgezeigt werden.
  5. Der Satzungszweck wird insbesondere verwirklicht durch:
                • Einwirkung auf die Öffentlichkeit und politische Gremien durch Verbreitung von Informationsmaterial, durch Veranstaltungen und durch Zusammenarbeit mit den Massenmedien mit dem Ziel, eine verantwortungsbewusste Haltung von Verbrauchern und Tierhaltern zu wecken, um Tierleid zu verhindern.
                • Zusammenarbeit mit Öko- und anderen Tierschutzgruppen, Behörden und Fachleuten, um Tiermissbrauch und Tierquälerei zu   verhindern.
                • Praktische Tierschutzarbeit, wie Aufnahme, Pflege, Kastration von Tieren, Sorge für ausgesetzte Tiere.
  6. Der Tierschutz Halle e.V. ist unabhängig und überparteilich. Er verfolgt keine eigenwirtschaftlichen Zwecke, ist selbstlos tätig und verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke.
  7. Aus allen materiellen und ideellen Einnahmen des Vereins entsteht gemeinschaftliches Eigentum. Sämtliche Einnahmen sind satzungsgemäß zu verwenden. Abfindungen bzw. Prämien an Mitglieder sind nicht zulässig. Beim Ausscheiden eines Mitgliedes, unabhängig von der Art und Weise, besteht kein Anspruch auf Rückerstattung materieller bzw. ideeller Anteile.

 § 3 Mitgliedschaft

  1. Mitglied des Vereins kann jede Person werden, die den Tierschutz fördern und ihm dienen will und sich zu den Zielen des Vereins bekennt.
  2. Die Aufnahme als Mitglied erfolgt durch schriftlichen Antrag und dessen Bestätigung durch den Vorstand. Eine Ablehnung ist zu begründen.
  3. Die Mitgliedschaft endet:
                • Durch freiwilligen Austritt, durch Ausschluss oder Tod.
                • Der freiwillige Austritt erfolgt durch schriftliche oder mündliche Erklärung gegenüber dem Vorstand. Die Abgabe der Mitgliedskarte an den Vorstand ist jederzeit möglich.
                • Ist ein Mitglied länger als 12 Monate mit der Zahlung von Beiträgen im Rückstand, so endet seine Mitgliedschaft automatisch.
                • Der Ausschluss erfolgt auf Beschluss des Vorstandes. Der Vorstand informiert die Mitglieder im nächsten Infobrief und in der nächsten Mitgliederversammlung.

                  Gründe für einen Ausschluss sind:
                                              • Grobe Verstöße gegen die Satzung des Vereins
                                              • Schädigung der Interessen bzw. des Ansehen des Vereins in der Öffentlichkeit
                                              • Missbrauch des Vereins zu parteipolitischen Zwecken


§ 4 Rechte und Pflichten der Mitglieder

  1. Jedes Mitglied ist berechtigt, an der Willensbildung im Verein durch Antrags-, Diskussions- und Stimmrecht teilzunehmen.
  2. Jedes Mitglied hat nur eine Stimme. Das Stimmrecht ist nicht übertragbar.
  3. Mit dem Eintritt in den Tierschutz Halle e.V. erkennen die Mitglieder die Satzung als verbindliche Arbeits- und Rechtsgrundlage an. Gleichzeitig verpflichten sich die Mitglieder, dem humanistischen Anliegen zu dienen und dieses nach eigenen Möglichkeiten ständig zu fördern.
  4. Jedes Mitglied hat einen Monatsbeitrag zu leisten, dessen Höhe die Mitgliederversammlung bestimmt.
  5. Auf Antrag kann der Beitrag ermäßigt oder erlassen werden, weil wirtschaftliche Notlage die Mitgliedschaft nicht verhindern soll.


§ 5 Vereinsorgane

  1. Der Vorstand
  2. Die Vorsitzenden der Arbeitsgruppen
  3. Die Mitgliederversammlung


§ 6 Der Vorstand

  1. Der Vorstand setzt sich zusammen aus:
                  • Vorsitzender
                  • Stellvertretender Vorsitzender
                  • Kassenverwalter
                  • Schriftführer
                  • Arbeitsgruppenleiter
                  • Beisitzer
  2. Die Mitglieder des Vorstandes werden jeweils auf die Dauer von zwei Jahren von der Mitgliederversammlung gewählt. Sie bleiben jedoch darüber hinaus bis zur Neuwahl des Vorstandes im Amt. Die Wiederwahl ist zulässig. Der Vorstand ergänzt sich durch Vorschläge der Mitglieder. Die Vorschläge müssen mindestens eine Woche vor der Mitgliederversammlung, bei der eine Wahl des Vorstandes stattfindet, beim Vorstand vorliegen.
  3. Der Vorstand führt die laufenden Geschäfte des Vereins. Er fasst seine Beschlüsse mit Stimmenmehrheit.
  4. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn der Vorsitzende oder sein Stellvertreter und mindestens drei weitere Mitglieder zur Vorstandssitzung anwesend sind.
  5. Die Rechtsvertretung des Vereins erfolgt durch den Vorstandsvorsitzenden, den stellvertretenden Vorsitzenden, den Kassenverwalter und den Schriftführer. Jeweils zwei Personen sind gemeinsam vertretungsberechtigt.
  6. Scheidet ein Vorstandsmitglied vor dem Ende der Amtszeit aus, können die verbleibenden Vorstandsmitglieder ein Vereinsmitglied für die Dauer der restlichen Amtszeit des ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedes für den Vorstand kooptieren.
  7. Der Verein stellt Vorstandsmitglieder im Innenverhältnis von ihrer persönlichen Haftung gegenüber Dritten frei. Das gilt nicht bei vorsätzlichem oder grob fahrlässigem Handeln des Vorstandsmitgliedes.
  8. Satzungsänderungen, die von Aufsichts-, Gerichts- oder Finanzbehörden aus formalen Gründen verlangt werden, kann der Vorstand von sich aus vornehmen. Diese Satzungsänderungen müssen den Vereinsmitgliedern schriftlich mitgeteilt werden.
  9. Der Vorstand arbeitet ehrenamtlich. Er kann eine angemessene Vergütung erhalten. Der Vorstand entscheidet im Einzelfall und berichtet der Mitgliederversammlung darüber.

§ 7 Die Arbeitsgruppen

  1. Die Arbeitsgruppen bestehen aus Mitgliedern des Vereins. Mitarbeit interessierter Bürger ist möglich, ohne dass diese stimmberechtigt sind.
  2. Die Arbeitsgruppen tragen die Arbeit des Vereins.
  3. Die Arbeitsgruppen fassen die Beschlüsse mit einfacher Stimmenmehrheit und in Abstimmung mit dem Vorstand.
  4. Die Arbeitsgruppen treffen sich nach Vereinbarung.


§ 8 Die Mitgliederversammlung

  1. Die Mitgliederversammlung wird einmal jährlich durchgeführt.
  2. Die Einladung erfolgt schriftlich an die zuletzt mitgeteilte Anschrift mit Bekanntgabe der Tagesordnung unter Einhaltung einer Frist von zwei Wochen. Ist eine Emailadresse des Mitgliedes mitgeteilt, kann die Einladung dieses Mitgliedes auch an die zuletzt benannte Emailadresse erfolgen, wenn es nichts anderes schriftlich gegenüber dem Verein bestimmt hat.
  3. Über jede Mitgliederversammlung wird ein Protokoll angefertigt, das vom Protokollführer und dem Vorsitzenden unterschrieben wird.
  4. Die Mitgliederversammlung ist ohne Rücksicht auf die Anzahl der erschienenen Mitglieder beschlussfähig, wenn die Einladungen ordnungsgemäß erfolgt sind.
  5. Die Beschlussfassung erfolgt durch einfache Mehrheit der gültigen abgegebenen Stimmen. Für Satzungsänderungen ist eine Zweidrittelmehrheit der zur Versammlung erschienenen Mitglieder notwendig.
  6. Der Versammlungsleiter wird vom Vorstand bestimmt. Zur Versammlung des laufenden Geschäftsjahres sind der Arbeits- und Kassenbericht des vergangenen Jahres vorzulegen.
  7. Die Mitgliederversammlung hat folgende Aufgaben:
  • Beschlussfassung über Satzungsänderungen,
  • Die Wahl des Vorstandes,
  • Die Wahl der Revisoren,
  • Beschlussfassung über Mitgliedsbeiträge, Gemeinschaftsleistungen,
  • Beschlussfassung über die Auflösung des Vereins,
  • Ernennung von Ehrenmitgliedern,
  • Entgegennahme und Beschlussfassung über den Tätigkeitsbericht des Vorstandes, des Geschäfts- und Kassenberichtes und des Berichtes der Revisoren,
  • Beschluss über Anträge der Mitglieder, die mindestens acht Tage vorher schriftlich beim Vorstand eingegangen sein müssen.

 

§ 9 Kassenführung

Die Revisionskommission legt einmal jährlich der Mitgliederversammlung einen Bericht über die Prüfung der Ordnungsmäßigkeit der Kassenführung vor. Die Kassenführung erfolgt auf der Grundlage einer Kassenordnung, die vom Vorstand bestätigt wird.


§ 10 Auflösung des Vereins

Über die Auflösung des Vereins entscheidet die Mitgliederversammlung. Bei der Auflösung des Vereins oder bei Wegfall seiner Rechtsfähigkeit fällt das Vereinsvermögen an unseren Dachverband „Menschen für Tierrechte – Bundesverband der Tierversuchsgegner e.V.“. Damit ist die Auflage verbunden, dieses Vermögen für die in unserer Satzung festgelegten Ziele zu verwenden.


§ 11 Inkrafttreten dieser Satzung

Diese Neufassung der Satzung wurde in der Mitgliederversammlung vom 24.03.2012 beschlossen und in der Mitgliederversammlung vom 23.03.2014 geändert.