Das Elend der Straßenkatzen


 

Das Elend der StraßenkatzenSie leben im Verborgenen, im Untergrund. Wie lichtscheue Gestalten, die nicht gesehen werden möchten. Nur das sie nichts verbrochen haben - oftmals werden sie einfach nur nicht mehr gewollt. Von den Menschen verlassen und auf sich allein gestellt, führen sie ein Leben voller Hunger, Kämpfe, Krankheiten und Gefahren. In Deutschland leben nach Schätzungen des Deutschen Tierschutzbundes ca. 2 Millionen Katzen auf der Straße.

Das Leben einer Straßenkatze hat nichts mit Wildwest-Romantik zu tun. Jeden Tag kämpfen sie ums Überleben, gegen Hunger, Krankheiten und zahlreiche Gefahren. Ausgesetzte Katzen und unkastrierte Freigänger entfachen das Elend immer wieder neu.

Viele Menschen, darunter auch Katzenliebhaber, glauben auch heute noch, Katzen würden draußen zurechtkommen. Katzen sind Beutegreifer, Fleischfresser und Jäger und würde es ausreichend Natur und Nahrungsressourcen geben, könnten sie sich eine Weile selbst ernähren. Vor allem in städtischer Umgebung ist Beute aber nur schwer zu finden. Mäusepopulationen werden mit Gift bekämpft, Mülltonnen oft hermetisch abgeriegelt.  Und wenn nicht, verletzen sich die Katzen nicht selten an Glasscherben, scharfen Dosenrändern und ähnlichem. Beim Kampf ums Überleben werden immer wieder Reviergrenzen überschritten, was zu heftigen Auseinandersetzungen unter den Tieren führt. Nicht selten gehen sie mit schweren Verletzungen daraus hervor. Durch die Bisse werden auch verschiedene Krankheiten übertragen, die nicht selten tödlich enden.
Kätzinnen werden von den ständigen Trächtigkeiten und der enorm kräftezehrenden Aufzucht der Jungen so ausgelaugt, dass sie selbst häufiger erkranken und Virusinfektionen an ihre ungeborenen Kinder weitergeben. Die meisten Katzen führen daher ein kurzes Leben voller Schmerzen und Leiden. Auf der Straße werden Katzen häufig nur zwei Jahre alt, in menschlicher Obhut hingegen 15 bis 20 Jahre alt.

Auch der Straßenverkehr ist eine große Gefahrenquelle für die Katzen. Viele erleiden beim Zusammenstoß mit einem Auto Brüche des Kiefers, der Wirbelsäule, der Beine oder vegetieren mit offenen, entzündeten Wunden noch tagelang qualvoll vor sich hin, ohne, dass sich jemand um sie kümmert.

Tagtäglich kämpfen Straßenkatzen gegen ihren quälenden Hunger. Ohne Unterschlupf sind sie auch der Witterung gnadenlos ausgesetzt.  Ausgemergelt und geschwächt, sind sie besonders anfällig für Krankheiten. Straßenkatzen  leiden heimlich, ziehen sich krank zurück und sterben irgendwann unbemerkt, einsam, so als hätten sie nie existiert.

Der Tierschutz Halle e. V. versucht dem Leid der Tiere ein Ende zu setzen: mit Futterstellen, medizinischer Versorgung und Kastration. Doch das genügt nicht. Im Winter leiden die Katzen unter der Kälte, Krankheiten machen ihnen das Leben schwer.

 

Jedes Jahr nehmen wir unzählige kranke Kätzchen auf und kämpfen täglich um ihr Überleben!

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Damit Tierschutzvereine helfen können, müssen sie über die Streuner informiert sein. Bitte informieren Sie uns oder andere ansässige Tierschutzvereine und schauen Sie nicht einfach weg! Bitte unterstützen Sie uns bei den Kosten der Kastrationen und der medizinischen Versorgung mit einer Spende.

Katzenschutz ist im Grunde eine Sisyphos-Arbeit, weil die bestehende Straßenkatzen-Population immer wieder durch ehemalige Besitzer-Tiere und unkastrierte Freigänger „aufgefüllt“ wird.
Bitte lassen Sie Ihre Freigänger kastrieren!

Der Deutsche Tierschutzbund fordert eine verbindliche Katzenschutzverordnung für die Haltung und den Umgang mit Katzen sowie eine Kastrationspflicht für alle Freigängerkatzen als Instrument gegen die ungewollte Vermehrung. Sie können diese Forderung unterstützen: http://www.tierschutzbund.de/protestieren-katzenschutz.html

In Sachsen-Anhalt gibt es bisher nur in einer Gemeinde eine Kastrastionspflicht: wir sagen, sehr gut, Bad Dürrenberg! Fordern Sie Dr. Marco König (Ansprechpartner für Tierschutzfragen Sachsen-Anhalt) auf, sich für eine landesweite Kastrationspflicht einzusetzen: zur Petition.

Wir sammeln über die App "Smoost" Geld für die Kastration, Betreuung von Futterstellen und den Bau von Schutzhütten für die Straßenkatzen in Halle. SIe können uns unterstützen, indem Sie sich hin und wieder einige Werbeprospekte in der App anschauen, es entstehen Ihnen hierbei keinerlei Kosten.

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DANKESCHÖN!